Informationen zu kulturellen Veranstaltungen

25.12. 18:00 Uhr Opernhaus Bonn

Cavalleria Rusticana von Pietro Mascagni und der Bajazzo von Ruggero Leoncavallo – CAVALLERIA RUSTICANA von PIETRO MASCAGNI (1863 – 1945)

Melodramma in einem Akt; Libretto von Giovanni Targioni Tozzetti und Guido Menasci DER BAJAZZO (PAGLIACCI) von RUGGERO LEONCAVALLO (1857 – 1919)
Drama in zwei Akten und einem Prolog
– In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln – Kooperation mit dem Theater Erfurt

Die beiden veristischen Opern CAVALLERIA RUSTICANA und DER BAJAZZO sind seit ihrer völlig voneinander unabhängigen Entstehung nachgerade wie unzertrennlich miteinander verknüpft. Begonnen hatte alles mit einem Wettbewerb zur Förderung junger italienischer Komponisten. Pietro Mascagni, damals noch erfolgloser Komponist, wählte ein zeitgenössisches Sujet und schrieb für die Geschichte der von der Dorfgemeinschaft ausgestoßenen Santuzza, die aus Eifersucht das Verhältnis von Turiddu und Lola an deren Ehemann Alfio verrät, dramatisch packende Musik. Pietro Mascagni gewann damit den Wettbewerb und wurde über Nacht berühmt. Beeinflusst von diesem Erfolg (und wohl auch nicht ganz frei von Kollegenneid), beschloss Ruggero Leoncavallo, es ebenfalls mit einer Kurzoper zu versuchen. Als sein eigener Librettist ließ er sich dem Vernehmen nach von einem Mordprozess aus Kalabrien, der Region, in der er aufgewachsen war, sowie von Catulle Mendès’ Schauspiel LA FEMME DE TABARIN inspirieren: ein Eifersuchtsdrama in einer Commedia-dell’arte- Truppe um die schöne Nedda, das mit ihrer und ihres Liebhabers Ermordung durch den auf eine Intrige hereingefallenen Chef der Komödiantengruppe endet. Fast wie ein Manifest des musikalischen Verismos mutet dieser Abschnitt aus dem Prolog des BAJAZZO an: „...nicht wie sonst gilt heut’ der Satz: / ‚Die Tränen der Bühne sind falsch, sind Lug, / Falsch alle Seufzer auch, und die Schmerzen Betrug / Nehmt d’rum die Bühne nie ernst ...!‘ // Nein, nein! / Heute schöpft der Dichter mutig / Aus dem wirklichen Leben / Schaurige Wahrheit!“

Kat. 1 = 64,70 € Kat. 2 = 53,70 € Kat. 3 = 41,60 € Kat. 4 = 29,50 € Kat. 5 = 12,00 € 26.12. 18:00 Uhr Opernhaus Bonn

Der Rosenkavalier - RICHARD STRAUSS (1864 – 1949)

Komödie für Musik in drei Aufzügen; Text von Hugo von Hofmannsthal; – Mit Übertiteln –

„Sie sind da Ponte und Scribe in einer Person.“ Wenn Richard Strauss seinem über alle Maßen sensiblen, wenn nicht gar empfindlichen Librettisten einen Tort antun konnte, dann mit dieser unglücklichen Formulierung – gewiss hatte Hugo von Hofmannsthal nichts gegen die Gleichsetzung mit Mozarts stets auf Augenhöhe arbeitendem Textdichter; die Nennung allerdings des fabrikmäßig schreibenden Erfolgsautors Eugène Scribe, dem literarische Qualität nicht wirklich nachgesagt werden kann, dürfte das bestimmt wohlgemeinte Kompliment vergällt, wenn nicht gar vergiftet haben.

DER ROSENKAVALIER steht für die kongeniale Zusammenarbeit des so überaus produktiven Duos wie kein zweites Werk. Nach der ELEKTRA suchten der Dichter und der Komponist einen leichteren Stoff für eine neue Oper. „Ich habe in nur drei Nachmittagen ein komplettes, ganz frisches Szenar einer Spieloper gemacht, mit drastischer Komik in den Gestalten und Situationen ...“, schrieb Hofmannsthal am 11. Februar 1909 an Strauss. Er hatte das Ambiente für diese Spieloper im Wien der Zeit Maria Theresias gefunden, das ihm einen Rahmen bot für eine – letztlich zeitlose – Gesellschaftskomödie mit unterschiedlicher kaum denkbaren Charakteren; ein Stück voll nicht allein österreichischer Morbidität und Boshaftigkeit, Panorama einer Gesellschaft im Wandel der Zeit mit aktuellen Bezügen, eine melancholische Meditation über die Vergänglichkeit.

Immer wieder ist den beiden Autoren vorgeworfen worden, mit dem ROSENKAVALIER einerseits eine Weltflucht angetreten, andererseits auch den Mut zu über ELEKTRA hinausgehender Radikalität verloren zu haben. Diese Sicht freilich ignoriert die subversive Macht des Humors und das große

Potenzial der psychologischen Feinfühligkeit der Urheber: „Leicht muß man sein: mit leichtem Herz und leichten Händen, halten und nehmen, halten und lassen ... Die nicht so sind, die straft das Leben und Gott erbarmt sich ihrer nicht“, singt die Marschallin – Typen und Charaktere, die aufsteigen, die absteigen – hin- und hergetrieben zwischen Liebe und Vergänglichkeit.

Kat. 1 = 64,70 € Kat. 2 = 53,70 € Kat. 3 = 41,60 € Kat. 4 = 29,50 € Kat. 5 = 12,00 €

31.12. 15:00 Uhr Opernhaus Bonn

Westside Story - LEONARD BERNSTEIN (1918 – 1990)

Basierend auf einer Konzeption von JEROME ROBBINS; Buch von ARTHUR LAURENTS Musik von LEONARD BERNSTEIN; Gesangstexte von STEPHEN SONDHEIM
Deutsche Dialogfassung von FRANK THANNHÄUSER und NICO RABENALD
– In englischer Sprache mit deutschen Dialogen und deutschen Übertiteln –

Der Erfolg von WEST SIDE STORY, eines der, wenn nicht gar das bedeutendste Werk des amerikanischen Musiktheaters, begann als neue Version des Romeo-und-Julia-Themas zunächst mit der Idee einer Geschichte der Liebe eines jüdischen Mädchens zu einem katholischen Jungen. Seit 1949 beschäftigte sich der Komponist mit diesem Thema – in der endgültigen Bühnenfassung, die 1957 in New York uraufgeführt wurde, trat an die Stelle der Religion das Einwanderungsproblem zwischen den Jets, die als in Amerika geborene Jugendliche die Sharks bekämpfen, eine Gruppe von eingewanderten Puertoricanern. Romeo-Tony liebt Julia-Maria, die zu verfeindeten Banden gehören. Tony wird von einem Shark erschossen. Angesichts eines Toten bringt Maria die beiden Gangs endlich dazu, Frieden zu schließen. Die Musik benutzt Elemente des Jazz sowie der damals aktuellen Tanzmusik und macht auch gelegentliche Anleihen beim italienischen Opernstil. Die Songs Tonight, Maria, America, I Feel Pretty und Somewhere sind auch unabhängig von ihrem musiktheatralen Zusammenhang zu Evergreens nicht nur der amerikanischen Populärmusik, sondern der Weltmusik schlechthin geworden.

Kat. 1 = 64,70 € Kat. 2 = 53,70 € Kat. 3 = 41,60 € Kat. 4 = 29,50 € Kat. 5 = 12,00 €

 

 

  • Guido Hopfenheit
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